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Sonntag, den 03. April 2005 um 12:33 Uhr

Entnommen aus: Sag's mit Pfiff von Guenter Tange, Eschborn Verlag

A

Abenteuer:
        eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.

        manchmal nur ein teurer Abend.

Aberglaube:
        die verschaemte Ausflucht von Leuten, die so viel lieber glauben wuerden.

der groesste Aberglaube:
        der Glaube an die Vorfahrt.

Abfindung:
        Geld, das man jemandem nachwirft, den man hinauswirft.

abhaengig:
        auf den Grossmut eines anderen angewiesen, da ohne Druckmittel.

Abkuerzung:
        oft der schnellste Weg zu einem Ort, den man gar nicht aufsuchen wollte.

        ein Weg, auf dem man keinen trifft, den man nach dem Weg fragen koennte.

Abruestung:
        zwischenstaatliche Uebereinkunft, alle veralteten Waffen zu vernichten.

Abruestungskonferenzen:
        die Feuerwehruebungen der Brandstifter.

Abschied:
        die innigste Form menschlichen Zusammenseins.

Abschlusskommunique:
        ein schon lange vorher ausgearbeitetes Dokument, von dem jeder hofft,
        dass es durch den Konferenzverlauf nicht widerlegt werden moege.

Abstinenz:
        die Kunst, das nicht zu moegen, was man ohnehin nicht kriegt.

Abstinenzler:
        ein Mensch, der Alkohol lediglich aus der Arnzneiflasche trinkt.

        ein schwacher Mensch, der der Versuchung nachgibt, sich selbst ein Ver-
        gnuegen zu versagen.

        Leute, die niemals entdecken, was sie versaeumt haben.

        Leute, die vom Verzicht nicht genug bekommen koennen.

        ein Mensch, der sich an Nuechternheit berauscht.

Abstraktion:
        der einzige gedankliche Prozess, der einen befaehigt, etwas zu erklaeren, was
        man selbst nicht versteht.

Absurditaet:
        eine Meinungsaeusserung, die der eigenen Ansicht offenkundig wider-
        spricht.

Abteilungsleiter:
        maennlicher Angestellter, der sich seinen Kaffee nicht mehr selbst aufbrue-
        hen muss.

Abwaesser:
        neuzeitliche Bezeichnung fuer Rhein, Elbe, Donau und ihre saemtlichen
        Nebenfluesse.

abwesend:
        den Angriffen von Freunden und Bekannten ausgeliefert, verleumdet,
        geschmaeht.

Abwesenheit:
        eine der nuetzlichsten Zutaten zum Familienleben, sie richtig zu dosieren,
        ist keine geringe Kunst.

8:
        die Eieruhr der Zahlen.

Adam:
        der einzige Mensch, der nie eines Plagiats beschuldigt werden konnte.

        der erste Entwurf fuer Eva.

        hoechtwahrscheinlich der vorlaeufig letzte Mensch, der nicht plagiiert
        hat.

Adamsapfel:
        der Bissen, der ihm im Hals steckenblieb, als er merkte, was gespielt
        wurde.

        hervortretender Schildknorpel am Hals des Mannes, von der Natur vor-
        sorglich angebracht, damit der Strick nicht rutscht.

Adjektive:
        Dinge, an denen junge Autoren das Sparen lernen sollen.

zweiter Advent:
        ein Schotte mit einer Kerze vor dem Spiegel.

Advokaten:
          die einzigen Leute, bei denen Unkenntnis des Rechts nicht bestraft, son-
          dern belohnt wird.

Aerger:
        die Unfaehigkeit, Wut in Aktion umzusetzen.

        eine Saeure, die ihren Behaelter staerker zerfrisst als das, worueber man sie
        ausgiesst.

Affe:
        ein Tier, das auf Baeumen lebt, besonders gern auf Stammbaeumen.

Agitator:
        ein Politiker, der die Obstbaeume seiner Nachbarn schuettelt - um die
        Wuermer herunterzuholen.

Akademische Freiheit:
        es darf mehr gearbeitet werden, als verlangt wird.

Akrobat:
        jemand, der sich den Hals bricht, um sich den Bauch zu fuellen.

Aktiengesellschaft:
        Grossbetrieb, in dem die leitenden Angestellten so tun, als gehoere er
        ihnen.

        raffinierte Einrichtung zur persoenlichen Bereicherung ohne persoenliche
        Verantwortung.

Akzent:
        ein akustischer Fingerabdruck.

Albernheit:
        eine Erholung von der Umwelt.

Alibi:
        eine Rechtfertigung mit zweifelhaftem Ruf.

Alimente:
        Zahlungsverflichtung bei Verkehrsunfaellen.

        jene Einrichtung, bei der einer dafuer bezahlt, dass zwei einen Fehler
        gemacht haben.

        Vergnuegungssteuer im nachhinein.

Alkohol:
        der einzige Feind, den der Mensch lieben gelernt hat.

        eine Fluessigkeit, in der man alles konservieren kann ausser Geheimnissen.

        das Betaeubungsmittel, mit dessen Hilfe wir die Operation Leben ueberste-
        hen.

allein:
        in schlechter Gesellschaft.

        der Zustand, in dem sich jeder Nachdenkliche befindet.

Allianz:
        in der internationalen Politik: das Buendnis zweier Diebe, die sich gegen-
        seitig die Haende so tief in die Taschen gesteckt haben, dass keiner von
        ihnen fuer sich allein einen Dritten auspluendern kann.

Alpen:
        unnatuerliche Geschwuelste der Erdoberflaeche.

Alter:
        wohl das einzige, was uns muehelos in den Schoss faellt.

        Zeitspanne, in der man viele Fehler ablegt, weil man sie nicht mehr
        braucht.

        die Lebensperiode, in der wir die Suenden, die wir noch begehen, dadurch
        wettmachen, dass wir jene verabscheuen, die zu begehen wir nicht mehr
        imstande sind.

        die hoffnungsloseste aller Krankheiten.

        die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.

gefaehrliches Alter:
        die Zeit von der Geburt bis zum Tod.

mittleres Alter:
        der Lebensabschnitt, wenn dich die Kinder eins nach dem anderen verlas-
        sen, um nach einer Weile zu zweit zurueckzukehren.

altern:
        bis heute die einzige Moeglichkeit, alt zu werden. Deshalb muessen wir uns
        damit abfinden.

        sich ueber sich selbst klar werden und sich beschraenken.

        Vorgang, in dessen Verlauf die Zukunft sich immer schneller in Vergan-
        genheit verwandelt.

        eine schlechte Gewohnheit, die ein beschaeftigter Mann gar nicht erst auf-
        kommen laesst.

        in zunehmendem Masse sich ueberfluessig machen.

Alt sein:
        ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heisst.

Amateur:
        ein Mensch, der eine Sportart betreibt, die niemand sehen will.

Amerika:
        der Erdteil, der aus Versehen entdeckt wurde.

        ein Land, in dem viele Maenner als Tellerwaescher angefangen haben und,
        soweit sie verheiratet sind, auch als Tellerwaescher aufhoeren.

        die Entwicklung von der Barberei zur Dekadenz ohne Umweg ueber die
        Kultur.
        
        ein freies Land, in dem jeder Mann tun kann, was seiner Frau beliebt.

        eine Nation, die viele sonderbare Erfindungen macht, um irgendwohin zu
        gelangen, und die dann nicht weiss, was sie tun soll, wenn sie dort ange-
        kommen ist.

        ein Land, in dem die Maschinen von den Maennern und die Maenner von
        den Frauen beherrscht werden.

        ein Facharzt fuer Funktionsstoerungen der Demokratie, der selber krank
        geworden ist.

Amerikaner:
        das einzige Volk der Welt, bei dem ein Verkehrsunfall als natuerliche
        Todesursache gilt.

amerikanischer Praesidentschaftsbewerber:
        das einzige Wild, das niemals Schonzeit hat.

Amme:
        Talent im Stillen.

Amnestie:
        die Grossmut des Staates gegen diejenigen Gesetzesuebertreter, deren
        Bestrafung auf die Dauer zu kostspielig kaeme.

        ein Akt, durch den die Herrscher die haeufigsten Ungerechtigkeiten verzei-
        hen, die sie begangen haben.

Amuesement:
        das Glueck derer, die nicht denken koennen.

Analphabeten:
        Leute, die des Nichtlesens und Nichtschreibens maechtig sind.

Anarchismus:
        der Versuch, das kleinere Uebel durch das groessere zu ersetzen.

Anarchist:
        ein Mensch, der das Leben leicht nimmt, wenn es einem anderen gehoert.

Anatomie:
        etwas, das jeder hat, das aber bei Maedchen besser aussieht.

anders:
        auch nicht besser.

Anekdote:
        ein Witz, der in Bayreuth aufgetreten ist.

Anekdoten:
        charakteristische Episoden, die sich in den Biographien vom mindestens
        zwanzig beruehmten Persoenlichkeiten finden.

Anerkennung:
        eine Pflanze, die vorwiegend auf Graebern waechst.

Anfang:
        der wichtigste Teil der Arbeit.

Angeber:
        einer, der sich Sekt in die Scheibenwischanlage fuellt.

angeln:
        die unverdaechtigste Art des Nichtstun.

        ein grossartiger Anschauungsunterricht fuer die Gleichheit der Menschen
        - vor den Fischen sind alle Menschen gleich!

        die einzige Art der Philosophie, von der man, wenn man Glueck hat, satt
        werden kann.

        stundenlang geduldig an einem Fleck lauern, bis man nichts gefangen
        hat.

Angestellter:
        Mitarbeiter, der es noch zu keinem wohlklingenden Titel gebracht hat.

        ein Arbeiter, der glaubt, keiner zu sein.

leitender Angestellter:
        ein Mann, der jederzeit fortbleiben kann, ohne dass man ihn vermisst.

Angst:
        das einzige, das sich schneller vermehrt als Kaninchen.

        die Triebfeder des Krieges.

Anhaenger:
        ein Gefolgsmann, der noch nicht alles erlangt hat, was er zu kriegen hofft.

anklagen:
        die Schuld oder Unwuerdigkeit eines anderen beteuern; gewoehnlich, um
        uns selber dafuer zu rechtfertigen, dass wir ihm Unrecht getan haben.

Anpassung:
        der Vorgang, der das Magengeschwuer zum Vernarben bringt.

        eine soziale Kreisbewegung, bei der jeder sich nach dem anderen richtet,
        wobei allerdings niemand weiss, nach wem sich der erste richtet.

        der Weg des geringsten Widerstands - doch der fuehrt nirgendwo hin.

Ansehen:
        der gute Ruf, den man geniesst, weil viele schweigen.

Anstaendigkeit:
        der Trost, der einem nach schlechten Geschaeften bleibt.

        die Verschwoerung der Unanstaendigkeit mit dem Schweigen.

Anstand:
        wie man sich benimmt, wenn man allein ist.

Anstandsdame:
        eine aeltere Dame, die aufpasst, dass junge Maedchen nicht Dinge machen,
        die sie selbst gern gemacht haette, wenn sie nicht als junges Maedchen eine
        Anstandsdame gehabt haette.

Anteilnahme:
        die allseitige Bestaetigung der Einsamkeit.
        
        die gesellschaftliche Form der Zudringlichkeit.

Antipathie:
        das Gefuehl, das Frauen empfinden, die das Wort Eifersucht vermeiden
        wollen.

        das Gefuehl, das einem der Freund eines Freundes einfloesst.

Antiquitaeten:
        schoene alte Dinge mit haesslichen neuen Preisen.

        das sind so Sachen, die beim Sperrmuell immer zuerst geklaut werden.

        der Kitsch von gestern zu Preisen von heute.

        das einzige Feld, auf dem das Gestern noch Zukunft hat.

Apathie:
        das Verhaeltnis zum Verhaeltnis nach dem Verhaeltnis.

Apfel:
        Suendenfallobst.

Aphorismen:
        Philosophien in einem Satz.
        transportierfaehige Weisheiten, ausgesuchtester Extrakt des Denkens und
        Fuehlens.

        Behauptungen, die keines Beweises beduerfen, weil sie durch ihre Formu-
        lierung ueberzeugen.

        Saetze, in denen ein gewisses Mass an Genauigkeit der Kuerze geopfert wird.

        Hobelspaene vom Baum der Erkenntnis.

        vollendete Saetze.

Aphorismus:
        der letzte Ring einer langen Gedankenkette.

        die Wahrheit im Gewande der Improvisation.

        eine Anleitung zum eigenen Nachdenken.

        eine These seines Autors, fuer welche er den Beweis schuldig bleibt.

        Indiz dafuer, dass jemandem ein Gedanke durchgegangen ist. Durch den
        Kopf.

        ein Gedankensplitter, der ins Auge geht.

        die Kunst der Kuerze. Kann auch die Kunst der Zu-kurz-Gekommenen
        sein.

        die aelteste, die einfachste und die allgemeinste Form philosophischer
        Erwaegung.

        ein Sektor, der den Kreis ahnen laesst.

ein guter Aphorismus:
        die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.

        ein Universum im Wassertropfen.

Aphoristik:
        Kunst des Weglassens bis zur Spruch-Reife.

Aphoristiker:
        ein Mensch, der sich wie ein Kind freut, weil es ihm gelungen ist, sich
        etwas auszudenken, was wahrscheinlich schon bei den alten Phoeniziern
        ein uraltes Sprichwort war.

aphoristische Definition:
        kandierte Fruechte vom Baum der Erkenntnis.

Apotheker:
        ein Geschaeftsmann, der verhungert, wenn es ihm nicht gelingt, unleserli-
        che Rezepte zu entziffern.

        Komplize des Arztes, Wohltaeter des Bestatters und Ernaehrer der Wuermer.

Appetit:
        die Luxusausgabe des Hungers.

Appetithappen:
        kleine Leckerbissen, die man so lange in sich hineinstopft, bis einem der
        Appetit vergeht.

Applaus:
        Rauschmittel, unter dessen Einwirkung sich Politiker zu den seltsamsten
        Erklaerungen verleiten lassen.

Arbeit:
        laut Statistik die Hauptursache fuer Betriebsunfaelle.

        eines der groessten Dinge auf der Welt; wir sollten uns deshalb einiges
        davon fuer morgen aufheben.

        die laestige Unterbrechung der Freizeit.

        veraltete Methode, den Lebensunterhalt zu verdienen.

        eine Sucht, die wie eine Notwendigkeit aussieht.

        das am weitesten verbreitete Rauschgift.

        Taetigkeit, durch die A fuer B Vermoegen schafft.

        der Umweg zu allen Genuessen.

        fuer die Mehrheit der Menschen die einzige Zerstreuung, die sie auf die
        Dauer aushalten koennen.

        der Wucherzins, den wir fuer unser Leben bezahlen.

        eine so faszinierende Sache, dass ich anderen stundenlang dabei
        zuschauen koennte.

        die ewige Last, ohne die alle uebrigen Lasten unertraeglich wuerden.

        die Kur, bei der man sich von der Erholung erholt.

        eine Art Gefaengnis. Wie viele schoene Dinge gehen vorbei, die zu sehen sie
        hindert.

        der Fluch der trinkenden Klassen.

        ein Rauschgift, das wie ein Medikament aussieht.

uebertriebener Arbeitseifer:
        eine Sucht, die man genauso behandeln lassen sollte, wie jede andere Form
        der Suechtigkeit.

Arbeitsessen:
        eine Mahlzeit, bei der man die Arbeit gleich mitverspeist, damit sie nicht
        mehr stoert.

Arbeitspensum:
        was geschafft wuerde, wenn alle mitarbeiten.

Arbeitsteilung:
        der Vorgang, bei dem drei Leute in drei Stunden dasselbe leisten, das bis-
        her ein Mann in einer Stunde geleistet hat.

Arbeitswut:
        rezeptfreies Betaeubungsmittel, das durch fortgesetzten Gebrauch zur
        Gewoehnung und schliesslich zur Sucht fuehren kann.

Arbeitszeit:
        immer kuerzer werdende Unterbrechung der Freizeit.

Archaeologe:
        jemand, dessen Laufbahn in Truemmern liegt.

        der beste Mann, den eine Frau haben kann; je aelter sie wird, um so mehr
        interessiert er sich fuer sie.

        ein Mann, der es vor Altgier kaum aushaelt.

Archaeologie:
        gefrorene Geschichte.

ARD:
        eine Uhr, in deren Werk kein Raederchen zum anderen passt, aber deren Zei-
        ger - unbegreiflich fuer alle - dennoch die richtige Zeit anzeigen.

arm:
        nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.

Armbanduhr:
        die Handfessel der Zeit.

Armee:
        eine Streitmacht, welche die Fehler der Diplomatie berichtigt.

Armenrecht:
        eine Methode, mittels derer einem Rechtsuchenden, der kein Geld fuer
        Anwaelte hat, gnaedig erlaubt wird, seinen Prozess zu verlieren.

arriviert:
        wer es sich leisten kann, im Buero genauso mufflig zu sein, wie daheim am
        Fruehstueckstisch.

Arrivierter:
        einer, der sich jemanden zum Rasenmaehen nimmt und dann Golf spielen
        geht, weil er Bewegung braucht.

Arroganz:
        die Karikatur des Stolzes.

Arzt:
        ein Zeitgenosse, der auch kein Mittel gegen Schnupfen weiss.

        ein freundlicher aelterer Herr, der die Patienten waehrend des natuerlichen
        Heilungsprozesses unterhaelt.

        Gentleman, der an Krankheiten gedeiht und an Gesundheiten stirbt.

ein guter Arzt:
        einer, der es versteht, den Patienten so lange zu beruhigen, bis die Natur
        ihn wieder gesund gemacht hat.

Asket:
        schwaechlicher Charakter, der der Versuchung erliegt, sich ein Vergnuegen
        zu versagen.

Asketen:
        Leute, die allem entsagen koennen ausser der Entsagung.

Assistent:
        junger Mann, dessen Ehrgeiz in einem umgekehrten Verhaeltnis zu seiner
        Macht steht.

Astrologe:
        ein Mensch, der aus den Sternen liest, was im Gesicht steht.

Astrologie:
        eine Form von Aberglauben, die sich anmasst, Gott in die Karten zu
        schauen.

Astronauten:
        Maenner, die ihren Frauen von ihren Reisen nicht mitbringen muessen.

Atheist:
        ein Mensch, der ohne unsichtbare Unterstuetzung auskommen muss.

Atheisten:
        Leute, die einen Glauben, den sie nicht haben, gluehend verteidigen.

Atombombe:
        Waffe, die Heldenmut ueberfluessig macht.

Aufklaerung:
        der Vorgang, bei dem ein Erwachsener mit Hilfe aller seiner Kenntnisse
        dem Kind ein Viertel von dem erzaehlt, was sie schon wissen.

        jener Vorgang, bei dem sich herausstellt, dass Opa nur halb soviel weiss wie
        der Enkel.

        der Vorgang, bei dem der Enkel dem Grossvater erklaert, was dieser bei
        Oswald Kolle nicht verstanden hat.

Aufrichtigkeit:
        die verwegenste Form der Tapferkeit.

totale Aufrichtigkeit:
        die Zuflucht jener, die weder Phantasie noch Taktgefuehl besitzen.

Aufschub:
        die toedlichste Form der Ablehnung.

aufstehen:
        die schwerste Arbeit des ganzen Tages, die zumeist schon vor dem Frueh-
        stueck erledigt werden muss.

sicheres Auftreten:
        nichts anderes als die Faehigkeit, sich sein Unbehagen nicht anmerken zu
        lassen.

aufwachen:
        die beste Art, seine Traeume wahr zu machen.

Augen:
        fuer gewoehnlich ein Vergroesserungsglas fuer fremde Fehler.

Auktionator:
        jemand, der mit dem Hammer verkuendet, dass er einem mit seinem
        Mundwerk die Tasche geleert hat.

Ausdauer:
        eine niedere Tugend, die der Mittelmaessigkeit zu unruehmlichen Erfolg
        verhilft.

        konzentrierte Geduld.

Ausfuehrungsbestimmungen:
        Erklaerungen zu den Erklaerungen, mit denen man eine Erklaerung erklaert.

Ausgewogenheit:
        nichts anderes als das Leugnen bestehender Konflikte, Herstellung von
        Einaeugigkeit, die es ermoeglicht, die Welt als eine konfliktfreie darzustel-
        len.

auslaendisch:
        aus einem anderen, zweitklassigen Land.

Ausnahme:
        etwas, das sich die Freiheit nimmt, von anderen Objekten seiner Klasse
        abzuweichen, wie: ein ehrlicher Mann, eine aufrichtige Frau etc.

Auspuffgase:
        der Weihrauch der Zivilisation.

Ausrede:
        etwas, das die Frauen schneller zur Hand haben als ihre Schuerze.

Kunst des Ausruhens:
        ein Teil der Kunst des Arbeitens.

Ausschuesse:
        Gremien, die Probleme loesen, die es ohne die Ausschuesse nicht gaebe.

Ausschuss:
        Einrichtung, die nur funkitoniert, wenn von ihren drei Mitgliedern zwei
        verreist sind.

        eine Einrichtung, die es einem ermoeglicht, nicht allein schuldig zu sein.

        eine Gruppe Unvorbereiteter, die von Unwilligen ernannt werden, damit
        sie Unnoetiges tun.

Ausschusssitzung:
        fuer Leute, die gern die eigene Stimme hoeren, eine willkomene Gelegen-
        heit, endlose Reden zu schwingen, waehrend andere Krokodile oder
        Damenbeine zeichnen.

Aussenpolitik:
        der Tourismus der wenigen.

        Tourismus auf Staatskosten.

        spektakulaere Ablenkungsmanoever bei innenpolitischen Schwierigkeiten.

        die Kunst, einem anderen so lange auf den Zehen zu stehen, bis dieser sich
        entschuldigt.

Aussteuer:
        die einzige Steuer, die nicht hoch genug sein kann.

Austern:
        ein Gericht, das so miserabel schmeckt, dass es niemand essen wuerde,
        wenn es nicht so teuer waere.

Australien:
        ein Land in der Suedsee, dessen industrielle und wirtschaftliche Entwick-
        lung durch einen Disput der Geographen unerhoert aufgehalten wurde, die
        nicht entscheiden konnten, ob es sich um einen Kontinent oder eine Insel
        handelt.

Auswanderer:
        Narr, der ein Land fuer besser haelt als ein anderes.

        Menschen, die aus einer bekannten in eine unbekannte Misere reisen.

Auto:
        Mittel der Technik, das uns instand setzt, in der Regel viel schneller und
        bequemer die naechste Reparaturwerkstatt zu erreichen, als wir das zu Fuss
        vermoechten.

        jene technische Erfindung, welche die Anforderungen an die Reaktions-
        geschwindigkeit der Fussgaenger betraechtlich gesteigert hat.

        ein Frack aus Blech.

Autobahn:
        Strasse, die steckenweise wegen Reparatur der Umleitung fuer den Verkehr
        geoeffnet ist.

Autobiographie:
        Enthuellungen ueber das schlechte Gedaechtnis des Verfassers.

        Mittel, das manche Schriftsteller benutzen, um klarzustellen, was in Bio-
        graphien ueber sie geschrieben werden soll.

Autobus:
        Fahrzeug, das immer halb leer ist, wenn es in entgegengetzter Richtung
        faehrt.

Auto fahren:
        die Kunst, viel Geld in einen Haufen Blech zu stecken, um schneller als
        derjenige voranzukommen, der einen gerade ueberholt hat.

        die Kunst, am Montag noch am Leben zu sein.

Autofahrer:
        jemand, der ein paar Kilometer vorsichtig faehrt, sofern er gerade an einer
        Unfallstelle voruebergekommen ist.

        Leute, die sich die Benutzung oeffentlicher Verkehrsmittel nicht leisten
        koennen.

Automation:
        der Versuch des Mannes, die Arbeit so leicht zu machen, dass die Frau sie
        tun kann.

Autor:
        einer, der aufgrund uebereinstimmender Aussagen von Buchhaendlern und
        Verlegern die alleinige Schuld am Misserfolg eines Buches traegt.

Autoren:
        Leute, die die Zeit in der Nase haben sollten und nicht die Nase in der Zeit.

die Kunst des Autorennfahrens:
        so langsam wie moeglich der Schnellste zu sein.

Autorennfahrer:
        ein Pilot, der zu niedrig fliegt.

sichere Autos:
        Autos, die nicht schneller fahren, als ihr Fahrer denkt.

Avantgardisten:
        Leute, die nicht genau wissen, wo sie hinwollen, aber als erste da sind.
-------------------

Caddy:
        Helfer beim Golfspiel, der auch nicht gesehen hat, wohin der Ball
        geflogen ist.

Café:
        das Wartezimmer der Poesie.

Callgirl:
        ein Maedchen, das einem Ruf folgt, ohne auf seinen Ruf zu achten.

        der einzige Frauenberuf in Deutschland, in dem man es auch ohne Abitur
        noch zu was bringen kann.

        eine, die sich auszieht, ihr Glueck zu machen.

Champingsaison:
        die Zeit, in der grosse Teile der Bevoelkerung unzureichend ernaehrt,
        untergebracht und bekleidet sind.

Cassanova:
        ein Mann, der Frauen so lange nachlaeuft, bis sie ihn erwischt haben.

        der bekannteste Multi der Erotik.

Chance:
        die Gelegenheit, einen Fehler zu wiederholen.

Chancon:
        der irrwitzige Versuch, die Welt in ein paar gesungene Versen zu
        erfassen.

Chaos:
        jene Ordnung, die man bei der Erschaffung der Welt zerstoert hat.

        Ordnung, die wir nicht verstehen.

Charakter:
        wesentliches Hindernis fuer den Erfolg im Leben.

        die Faehigkeit, sich selbst im Weg zu stehen.

        ein Fels, an welchem gestrandete Schiffe landen und anstuermende
        scheitern.

        die Unfaehigkeit, anders zu sein.

        Mut zur Monotonie.

        das, was man hat, wenn keiner zuschaut.

        weiter nichts als eine langwierige Gewohnheit.

        ein Nebenprodukt. Er wird in der grossen Fabrik der taeglichen Pflichten
        produziert.

Chrakterlosigkeit:
        ein Mythos, den biedere Individuen geschaffen haben, um die Faszina-
        tionskraft anderer Leute erklaeren zu koennen.

Charakterstaerke:
        oft nichts anderes als Gefuehlsschwaeche.

Charme:
        jener Teil der Persoenlichkeit, von dem man gar nicht weiss, dass man 
ihn
        besitzt.

        die Faehigkeit, in einem Menschen das Gefuehl zu erwecken, dass er so
        wundervoll sei wie du.

        das, was in anderen ist und das uns zufriedener macht mit uns selbst.

        das, was manche Leute haben, bis sie beginnen, sich darauf zu
        verlassen.

        eine Art, wie ein Mensch "ja" sagt, ohne dass ihm eine bestimmte Frage
        gestellt worden war.

        die Chance der Haesslichen.

        jene Gabe, die andere vergessen laesst, dass man aus dem Mund riecht.

        das, was uebrig bleibt, wenn alles andere schwindet.

        ein Juwel, das nachlaesst zu funkeln, sobald der Besitzer von ihm weiss.

Chaussee:
        ein Streifen Land, der von einem Ort, wo es langweilig ist, zu einem
        anderen fuehrt, wo der Aufenthalt sinnlos ist.

Chef:
        ein Mensch wie alle anderen. Er weiss es nur nicht.

        der waehrend der Kaffeepause auf die Uhr sieht.

        ein Mann, der frueh kommt, wenn man zu spaet ist, und spaet kommt, wenn
        man frueh ist.

        ein Mensch, der es versteht, mit den Koepfen anderer Leute zu denken.

        das ist nicht der, der etwas tut, sondern der, der das Verlangen
        weckt, etwas zu tun.

        einflussreiche Persoenlichkeit im Betrieb, die angenehme Dinge den Ar-
        beitnehmern selbst mitteilt, unangenehme aber durch Dritte mitteilen
        laesst.

        ein Mann, der puenktlich sein muss, nur um sehen zu koennen, wer un-
        puenktlich ist.

        ein Mensch, der anderer bedarf.

Chemie:
        die Wissenschaft, die daran arbeitet, Wasser und Luft in ihrer reinen
        Form zu erhalten, denn die Chemie ist die Wissenschaft, die dafuer
        verantwortlich ist, dass Wasser und Luft in ihrer reinen Form nicht
        mehr vorkommen.

Chic:
        der i-Punkt auf dem i. Ohne Punkt wuerde das i niemals auffallen.

Chirurg:
        ein Zeitgenosse, der besonders liebenswuerdig mit jenen Nachbarn ver-
        kehrt, die den Blinddarm noch haben.

Chirurgen:
        hoefliche Menschen; sie klopfen anderen Leuten auf den Bauch, bevor sie
        hereinkommen.

        die einzigen Menschen, die ohne fremden Blinddarm und ohne fremde
        Mandeln nicht leben koennten.

Choleriker:
        ein Mensch, der um so roher wird, je mehr er kocht.

        einer, der nach dem Grundsatz lebt: nicht wundern, nur aergern.

Chor:
        Vereinigung verhinderter Solisten.

Christ:
        jemand, der das Neue Testament fuer ein goettlich inspiriertes Buch
        haelt, welches den geistlichen Beduerfnissen seines Naechsten wunderbar
        entgegenkommt.

        jemand, der die Lehre Christi insoweit befolgt, als sie sich mit einem
        Suendenleben vereinbaren laesst.

Chuzpe:
        wenn einer, der Vater und Mutter erschlagen hat, vor Gericht um mil-
        dernde Umstaende bittet, weil er Vollwaise ist.

CIA:
        Finanzierungsgesellschaft fuer Fotosafaris im Ostblock.

Cocktailparty:
        eine Gesellschaft, bei der jeder redet und keiner zuhoert.

        Gelegenheit, Leute zu treffen, die soviel trinken, dass man ihre Namen
        nicht behalten kann.

        Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen, die man noch nie gesehen hat.

Computer:
        ein elektronisches Wunderwerk, das in einer zehntausendstel Sekunde
        die verwickelsten Rechen- und Buchungsoperationen ausfuehrt - und dann
        die Kontoauszuege mit zehn Tagen Verspaetung verschickt.

        eine grossartige Erfindung. Es passieren genauso viele Fehler wie
        frueher. Aber niemand ist daran schuld.

        die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.

        die neueste technische Errungenschaft zur wirksamen Verzoegerung der
        Bueroarbeit.

        die Loesung vieler Probleme, die wir ohne Computer gar nicht haetten.

        Apparat, dessen Irrtuemer bei der Verrechnung von Autorentantiemen weit
        schwieriger zu entdecken sind als die Irrtuemer der Buchhaltern.

Conférencier:
        Mundwerker.

        einer, der alte Witze erfindet.

Covergirl:
        ein gut ausgezogenes junges Maedchen, mit dem man heisse Umschlaege fuer
        Illustrierte macht.

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Fabel:
        verpackte Moral

Facharzt:
ein Arzt, der seinen Patienten beigebracht hat, nur waehrend seiner
Sprechzeiten krank zu werden.

ein Arzt, der mehr dafuer verlangt, dass er weniger weiss.

Fachmann:
ein Mann, der einige der groessten Fehler kennt, die man in dem betref-
fenden Fach machen kann, und sie deshalb vermeidet.

Fahnen:
Gesinnungstextilien.

Fahrlehrer:
Maenner, die morgens bruenett wegfahren und abends weisshaarig heim-
kommen.

Fairness:
die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstoeren.

Fair play:
        das Foul so versteckt machen, dass der Schiedsrichter es nicht sieht.

Familie:
der Betrieb, der das wichtigste Produkt herstellt.

Zwangsbekanntschaft.

ein Ueberbleibsel der unspezialisierten Vergangenheit, als ein Mann
noch seine eigenen Schuhe machte und sein eigenes Brot backte.

ein steuerlich beguenstigter Kleinbetrieb zur Herstellung von
Steuerzahlern.

Fanatiker:
ein Mensch, der bei der Lektuere eines Buches nicht das liest, was drin
steht, sondern das, was er im Kopf hat.

ein Mensch, der etwas so tut, wie es nach seiner Meinung der Herrgott
tun muesste, wenn der nur besser Bescheid wuesste.

jemand, der seine Ansicht nicht aendern kann und das Thema nicht aendern
will.

Leute, die mit einem nicht vorhandenem Kopf durch eine vorhandene Wand
rennen wollen.

einer, der auf seine Kanonen vertraut, gleichgueltig, ob sie geladen
sind oder nicht.

Fanatismus:
die falsche Flamme eines ueberhitzten Gemuets.

eine hochexplosive Mischung von Engstirnigkeit und Energie.

die einzige Willenstaerke, zu der auch die Schwachen und Unsicheren
gebracht werden koennen.

Verdoppelung der Anstrengungen, wenn man das Ziel vergessen hat.

Farm:
ein Stueck Land, das einem zu Reichtum verhelfen kann, wenn man darauf
auf eine Oelquelle stoesst.

Fata Morgana:
eine optische Taeuschung. Man erliegt ihr in der Wueste und jedesmal,
wenn man sich verliebt.

Faulenzer:
die Wohltaeter der Menschheit. Man bedenkte wieviel Unheil allein durch
Nichtstun verhindert worden ist.

Faulheit:
ins Kraut geschossene Muse.

straefliche Gelassenheit bei einem Menschen niederen Standes.

die Furcht vor bevorstehender Arbeit.

die Mutter aller Erfindungen.

der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.

wenn jemand mit dem Cocktail-Shaker in der Hand auf das naechste
Erdbeben wartet.

die Kunst, so lange nichts zu tun, bis die Gefahr vorueber ist, dass man
etwas tun muesste.

die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man muede wird.

        der Humus des Geistes.

Faulpelz:
ein Mensch, der sich keine Arbeit macht, sein Nichtstun zu begruenden.

ein Mensch, der nichts so gerne tut wie nichts.

Faultier:
ein Kollege, der noch weniger leistet als man selbst.

Februar:
der Monat, in dem wir merken, dass das Monatsgehalt in 28 Tagen genau-
sowenig reicht wie in 31.

Fehler:
etwas, was Frauen - im Gegensatz zu Maennern - sofort zugeben wuerden,
wenn sie welche haetten.

eigenes Vergehen, im Unterschied zu den Vergehen anderer, den
sogenannten Verbrechen.

Fehlplanung:
was allzu viele Menschen mit Schicksal verwechseln.

Fehlschlaege:
die Wuerze, die dem Erfolg sein Aroma gibt.

Feierlichkeit:
jener Nebel, welchen die Dummheit erzeugt, wenn sie in die Enge
getrieben wird.

Feigenblatt:
altestamentarische Modetorheit.

Feigheit:
der wirksamste Schutz gegen die Versuchung.

Feigling:
ein Mensch mit normal entwickeltem Selbsterhaltungstrieb.

jemand, der in Gefahr mit den Beinen denkt.

Feinde:
nicht so sehr diejenigen, die uns hassen, als vielmehr die, die wir
hassen.

Ferien:
eine anstrengende Beschaeftigung, die man erst zu geniessen beginnt,
wenn sie vorbei ist.

das ideale Ferienhaus:
eines, das Raum fuer zwoelf Gaeste, aber nur zwei Schlafgelegenheiten
hat.

fern:
der Tag, an dem Verdienste gefragter sein werden als Geld.

Fernsehansagerin:
das einzige Wohnzimmerpersonal, das sich jede Familie leisten kann.

deutsche Fernsehanstalt:
Behoerde mit eigenem Sender.

Fernsehen:
eine Erfindung, die es uns ermoeglicht, Stoerungen, die wir frueher im
Radio hoerten, nun auch zu sehen.

unbewaeltigter Journalismus.

die Phantasie der Armen.

kein Medium, sondern eine Belaestigung.

Mahlzeit, die von Gebildeten sorfaeltig nach der Speisekarte
ausgesucht, von Ungebildeten wahllos verschlungen und von
Eingebildeten grundsaetzlich abgelehnt wird.

der legitime Nachfolger der Gartenlaube.

eine Art Unterhaltung, bei der Millionen Menschen zur gleichen Zeit
ueber denselben Witz lachen und doch allein bleiben.

Rundfunk fuer Phantasielose.

das einzige Schlafmittel, das mit den Augen eingenommen wird.

das Vergnuegen, zu bewegten Bildern Nuesse zu knabbern und nicht darauf
zu achten, wie viele es sind.

die Rache des Theaters an der Filmindustrie.

die aktive Form des Faulenzens.

eine Krankheit, die von der Krankenkasse finanziert werden muesste.

Kaugummi fuer die Augen.

Fernsehgeraet:
ein neuer Apparat, mit dem man alte Sendungen empfangen kann.

Fernsehkritiker:
ein Mensch, der fuer das Unglueck, fernsehen zu muessen, Geld bekommt.

Fernsehpassivitaet:
eine weitverbreitete Leidensform.

Fernsehserie:
eine Dauerwurst, die immer frisch aussehen soll.

Fernsehshow:
der Triumpf des Hintern ueber den Geist.

Fernsehunterhaltung:
die Kunst, die Spreu vom Weizen zu trennen und dann zu senden.

Fersengeld:
die Landeswaehrung in einer Republik der Junggesellen.

festhalten:
eine bestimmte Reaktion der menschlichen Hand bei Beruehrung mit Geld.

Festredner:
Leute, die im Schlaf anderer Menschen sprechen.

Festschriften:
ein Massengrab, bei dessen Verfertigung die Gratulanten stoehnen und
fluchen.

Festspielgaeste:
hochgeschaetzte Statisten, die ihren Auftritt auch noch selbst
bezahlen.

Feuerstuehle:
Potenz, die man hoeren kann.

Feuerwehr:
eine Organisation, die mit Wasser ruiniert, was die Flammen verschont
haben.

Feuilleton:
das, worin man in sechs Zeitungsspalten sagt, was man mit einem
einzigen Satz fuer sich behalten sollte.

die Unsterblichkeit eines Tages.

Feuilletonist:
ein Mann, der auf einer Glatze Locken zu drehen versteht.

Fueilletons:
Filigranitkunstwerke.

Figur:
etwas, das jeder hat, das aber bei jungen Maedchen besser aussieht.


Film:
vielleicht die einzige Branche, in der sich mancher als Meister fuehlt,
bevor seine Lehrzeit ueberhaupt begonnen hat.

die Kunst, mit huebschen Frauen huebsche Sachen anzustellen.

Filmregisseur:
eine Mischung von General, Sergeant, Beichtvater, Psychotherapeut,
Lokfuehrer, Puffer, Public-Relations-Experte, Wirtschaftsberater -
kurz, der einfachste Job der Welt.

der am meisten ueberschaetzte Beruf und die einzige Form der Kunst, in
der man 50 Jahre lang ohne Talent Erfolg haben kann.

Filmstar:
ein Mann, der die besten Rollen, den ganzen Gewinn und die Frau des
Produzenten verlangt - und das alles auch bekommt.

Finanzamt:
eine Institution, die bewirkt hat, dass Reisende nicht mehr ihre
Sekretaerin als Ehefrau, sondern ihre Ehefrau als Sekretaerin ausgeben.

ein Einrichtung, die schneller als man selbst zu der Erkenntnis kommt,
dass es einem zu gut geht.

Finanzbeamte:
Leute, die genau das Doppelte von dem glauben, was man ihnen sagt.

Finanzgenie:
ein Mann, der sein Geld schneller verdient, als seine Familie es
ausgeben kann.

Finanzminister:
eine seltsame Personalunion von Milchkuh, Hamster und Kettenhund der
Regierung.

Finanzplaner:
ein Mann, der morgen genau sagen kann, warum der gestern vorausgesagte
Finanzbedarf heute nicht ausreicht.

Finanzpolitik:
die Kunst, Geld von Hand zu Hand zu geben, bis nichts mehr uebrig ist.

Fisch:
Lebewesen, das immer dann auf Urlaub geht, wenn auch die Angler gerade
auf Urlaub gehen.

Fleiss:
eine bestimmte nervoese Stoerung, die junge und unerfahrene Menschen
befaellt.

die beste Form der Leidenschaft.

fliegen:
immer weniger von immer mehr sehen.

Fliegengitter:
eine Vorrichtung am Fenster, die Fliegen daran hindert, das Zimmer zu
verlassen.

Flirt:
die Faehigkeit, jemandem nahezukommen, ohne ihm zu nahezutreten.

die Kunst, von einem Paket nur die Verschnuerung zu loesen, ohne
hineinzusehen.

Training fuer den Ernstfall.

die Kunst, einer Frau in die Arme zu sinken, ohne ihr in die Haende zu
fallen.

Training mit dem Unrichtigen fuer den Richtigen.

ein Versuch, gleichzeitig Feuer zu fangen und zu loeschen.

die Suende der Tugendhaften und die Tugend der Suenderinnen.

Maenner laufen einer Frau nach, die laengst hinter ihnen her ist.

Trockenkurs der Liebe.

ein Rennen mit Vorgabe, bei dem sich die Frau immer nur so weit
entfernt, dass sie bestimmt eingeholt wird.

ein Ueberbrueckungskredit bis zur naechsten Liebe.

attention without intention.

die zarte Kunst, einen Mann mit sich selbst zufrieden zu machen.

ein Spiel, bei dem man nicht weiss, ab man noch in der Qualifikation
ist oder schon im Finale.

etwas, wozu Frauen immer bereit sind, solange andere Frauen zuschauen.

flirten:
das Kunststueck, mit einem blauen Auge davonzukommen, nachdem man in
zwei blaue Augen geblickt hat.

die Kunst, so weit davonzulaufen, dass man bestimmt eingeholt wird.

ein Versuch, mit dem Feuer zu spielen, ohne welches zu fangen.

die Kunst, einen Mann, der einem nahesteht, auf Distanz zu halten.

auf Distanz intim werden.

Flirts:
Spinnweben zwischen einem Maskulinum und einem Fenininum, auf denen
ein Sonnenstrahl tanzt.

Flittchen:
Junge Dame, die, nachdem sie sich mit uns getroffen hat, einen andern
vorzieht.

Flitterwochen:
das, was man heutzutage schon hinter sich hat, wenn man heiratet.

der verzweifelte Versuch, die Liebe in die Ehe hinueberzuretten.

eine Probezeit, in der keine Reklamtionen mehr angenommen werden.

Fluegel:
das Instrument, mit dem sich die Harfe zum Schlafen niedergelegt hat.

Flugzeug:
ein sicheres Verkehrsmittel - wenn man die Autofahrt zum Flughafen
abschafft.

Folksaenger:
ein Kuenstler, der durch die Verherrlichung der Armut reich wird.

ein Kuenstler, der mit einer Verstaerkeranlage fuer 10 000 Mark die
Vorzuege des einfachen Lebens preist.

Folterbank:
ein Lehrmittel, das frueher haeufig verwendet wurde, um die Anhaenger
eines falschen Glaubens zur lebendigen Wahrheit zu bekehren.

Format:
vielen einzig als DIN-Groesse bekannt.

forschen:
sehen, was jeder sieht, und denken, was keiner denkt.

Forscher:
ein Mann, der sich den Kopf zerbricht ueber neue Methoden, sich nicht
mehr den Kopf zerbrechen zu muessen.

ein Protier im Labyrinth; hinter jeder muehsam geoeffneten Tuer entdeckt
er mindestens zwei noch verschlossene.

Fortschritt:
das unablaessige Bemuehen, die Dinge, die wir essen, trinken und
anhaben, so gut zu machen, wie sie frueher einmal waren.

Bewegung in der Richtung des geringsten Widerstandes.

in der Politik manchmal nur das Gefuehl, das man in einem stehenden
Eisenbahnzug hat, wenn nebenan ein anderer faehrt.

der Vorgang, bei dem es durch angestrengte Arbeit schliesslich gelingt,
so wenig tun zu muessen, wie die Naturvoelker schon immer getan haben.

die bekannten alten Sorgen gegen unbekannte neue, noch kompliziertere
Sorgen eintauschen.

der Uebergang von Situationen, deren Nachteile man kennt, zu
Situationen, deren Nachteile man noch nicht kennt.

die Faehigkeit des Menschen, einfache Dinge zu komplizieren.

immer mehr wissen und immer weniger davon haben.

ein Apfel, von dem schon Dostojewski und Nietzsche gewusst haben, dass
er wurmstichig ist.

die Verwirklichung von Utopien.

Fortuna:
Eine Dame, die nur jenen wenigen zulaechelt, die wissen, wie man sie
zum Laecheln bringt.

Fragezeichen:
das Zeichen der Intelligenz.

die Franken:
die Sanguiniker unter den Deutschen.

Frau:
ein Geschoepf, das staendig in den Spiegel schaut und es vergisst, wenn
es aus einer Parkluecke herausfaehrt.

die Raetselecke in Gottes grosser Weltzeitung.

eine raffinierte Mischung von Brandstifter und Feuerwehr.

das einzige Geschenk, das sich selbst verpackt.

die einzige Maus, die Fallen faengt.

das einzige Wesen, das Falle, Koeder und Fallensteller zugleich ist.

eine Festung, die sich mit der weissen Flagge wehrt.

ein Uebel, wenn auch ein notwendiges.

ein Loeschblatt. Sie nimmt alles auf und gibt es verkehrt wieder.

ein Kamel, das uns hilft, die Wueste des Lebens zu durchqueren.

der schlimmste Feind der Frau.

so etwas wie ein Koffer ohne Handgriff. Man weiss nicht recht, wie man
sie halten soll; ausserdem muss man befuerchten, dass sie einem
entgleitet.

eine Falle der Natur.

die Beute, die dem Raubtier auflauert.

die einzige Mausefalle, die der Maus nachlaeuft.

ein menschliches Wesen, das sich anzieht, schwatzt und sich auszieht.

Frau am Steuer:
ein Wesen, das auch nicht anders faehrt als ein Mann - nur nimmt man's
ihr uebel.

ein Mensch, der alle Verkehrsvorschriften genau befolgt und dafuer
beschimpft wird, dass er einen Mann behindert, der sie nicht befolgt.

eine anstaendige Frau:
eine Dame, die weiss, was sie nicht wissen darf, obwohl sie es weiss.

eine emanzipierte Frau:
eine, die Sex vor der Ehe und danach einen Beruf hat.

eine geschiedene Frau:
eine Frau, die geheiratet hat, um nicht mehr arbeiten zu muessen, und
jetzt arbeitet, um nicht mehr heiraten zu muessen.

die ideale Frau:
fuer mich die, mit der ich weinen kann.

eine intelligente Frau:
eine Frau, bei der man so dumm sein kann, wie man will.

eine liebende Frau:
eine Sklavin, die ihrem Herrn die Ketten anlegt.

eine schlechte Frau:
die Art Frauen, deren man nie muede wird.

Frauen:
das Paradies der Augen, das Fegefeuer des Beutels und die Hoelle der
Seele.

der i-Punkt auf Gottes Schoepfung, deshalb sind viele so klein und so
rund.

das Beste in dieser Art.

Fallen, die den Menschen von allen Seiten belauern, um ihn in das
Nur-Endliche zur reissen.

eine Mehrheit, die wie eine Minderheit behandelt wird.

Spielleiter, die manchmal die gelbe Karte zeigen, aber niemals die
rote.

ein Kreuzwortraetsel - erst waagerecht und senkrecht zusammen ergeben
die Loesung.

ein liebliches Geheimnis: nur verhuellt, nicht verschlossen.

das beste Trainingslager.

die sonderbarsten Geschoepfe: waehrend ihr Widerspruch zunimmt, laesst ihr
Widerstand nach.

Wesen, die uns mit dem Wunsch erfuellen, Meisterwerke zu schaffen, uns
aber dann daran hindern, sie auszufuehren.

Sphinxe ohne Geheimnisse.

anstaendige Frauen:
diejenigen, die noch keiner gefragt hat.
Frauenaerzte:
die einzigen Menschen, die jemanden kennenlernen, bevor er geboren
ist.

Frauenarzt:
der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann.

Frauenkenner:
ein Mann, der nur Frauen kennt, die er besser nicht kennen wuerde, und
von ihnen auf Frauen schliesst, die er nie kennen wird.

Frauenkleidung:
ein Kompromiss zwischen dem eingestandenen Wunsch, sich auszuziehen,
und dem uneingestandenen Wunsch, sich auszuziehen.

Frauenseele:
fuer mich ein offenes Buch - geschrieben in einer unverstaendlichen
Sprache.

Frauentraene:
die staerkste Wasserkraft der Welt.

Frauenzimmer:
Zimmer, die sich auf Herzklopfen oeffnen.

frei:
wer sich in seinem Joch behaglich fuehlt.

Freie Demokraten:
Anhalter, die oft recht mitgenommen wirken.

Freigibigkeit:
oft nur die Eitelkeit des Schenkens.

Freiheit:
das Recht, Menschen zu waehlen, die die Aufgabe haben, deine Freiheit
einzuschraenken.

eines der kostbarsten Gueter der Einbildung.

ein politischer Zustand, dessen sich jede Nation allein zu erfreuen
glaubt.

der Sauerstoff der Seele.

kein Privileg, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die
erworben werden muss.

ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnuegen bringt als seine Abwesenheit
Schmerzen.

ein stuermisches Meer, nur aengstliche Naturen bevorzugen die Stille des
Despotismus.

die Wahl zwischen Arbeiten und Verhungern.

ein Segel - prall im Sturm der Sehnsucht, schlaff in der Windstille
der Gewohnheit.

immer nur Freiheit des anders Denkenden.

der Zwang, sich zu entscheiden.

das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hoeren wollen.

die Freiheit zu sagen, dass zwei und zwei vier ergibt. Wenn das
garantiert ist, folgt alles andere von selbst.

eine sehr schoene Sache, aber nicht dann, wenn sie mit Einsamkeit
erkauft wird.

das einzige Ding, das man nicht haben kann, wenn man nicht gewillt
ist, es anderen zu geben.

Freizeit:
die Zeit, die man zwischen Wohnung und Arbeitsstaette verbringt.

die Zeit, dei man mit Arbeiten zubringt, fuer die man nicht bezahlt
wird.

die Zeit, die eine Mutter hat, um den Haushalt in Ordnung zu halten,
wenn die Kinder versorgt sind.

Fremde:
Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat.

die Fremde:
die Heimat des Abentuerers.

Fremdwoerter:
die Gastarbeiter der Sprache.

Freude:
das aufrichtigste aller Komplimente.

Freund:
jemand, der an meine Tuer klopft, wenn mich alle Welt verlassen hat.

ein Mensch, der dieselbe Leute nicht mag wie du.

einer, der dich durchschaut und trotzdem nicht enttaeuscht ist.

wer dir haessliche Dinge ins Gesicht sagt, statt hinter deinem Ruecken.

jemand, mit dem man nicht reden muss.

ein Mensch, vor dem man laut denken kann.

ein Mensch, der immer da ist, wenn man ihn braucht; und der vor allem
nicht da ist, wenn man ihn nicht braucht.

einer, der alles von dir weiss und der dich trotzdem liebt.

Mensch, der uns annimmt, ohne uns auszunehmen.

etwas, was dem Geld sehr aehnlich ist, weil es leichter zu gewinnen als
zu halten ist.

ein Geschenk, das man sich selbst macht.

Freunde:
jene seltenen Menschen, die einen fragen, wie es einem geht, und dann
auch die Antwort abwarten.

Leute, die meine Buecher entleihen und nasse Glaeser darauf stellen.

die besten Freunde:
diejenigen Menschen, mit denen man ueber dieselben Dinge schweigen
kann.

Freundlichkeit:
die groesste aller ungenutzten Kapitalreserven.

eine Sprache, die Taube hoeren und Blinde lesen koennen.

Freundschaft:
dem anderen so aufmerksam zuhoeren, wie man es sich von ihm wuenscht.

eine Seele in zwei Koerpern.

ein Zustand, der besteht, wenn jeder Freund glaubt, dem anderen
gegenueber eine leicht Ueberlegenheit zu besitzen.

ein Schiff, gross genug, um bei gutem Wetter zwei zu tragen, aber nur
einen bei schlechtem.
Liebe ohne ihre Fluegel.

die stillschweigende Uebereinkunft zweier Feinde, die fuer eine
gemeinsame Beute arbeiten wollen.

ein Vertrag, durch den wir uns verpflichten, kleine Dienste zu
erweisen, damit wir in den Genuss groesserer kommen.

das Verbundensein eines Teils des einen Menschen mit einem Teil eines
anderen. Freund ist man stueckweise.

so etwas wie Liebe mit Verstand.

Liebe ohne Begierde.

ein Regenschirm, der den Fehler hat, dass er bei schlechtem Wetter
zurueckgegeben werden muss.

platonische Freundschaft:
eine Freundschaft, von der die halbe Stadt behauptet, sie sei keine.

Friede:
in der internationalen Politik: eine Periode der Betruegereien zwischen
zwei Perioden des Kampfes.

ein aussterbendender Zustand, der den Ueberfluss von Zivilisten durch
Krieg zu kurieren sucht.

die Ruecksicht auf das Recht des anderen.

die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

meist nur ein Waffenstillstand, in dem der Schwaechere so lange auf
seine Ansprueche verzichtet, bis er eine Gelegenheit findet, sie mit
Waffengewalt erneut geltend zu machen.

Friedhof:
Versammlungsort fuer Leute, die glaubten, dass das Leben ohne sie nicht
weitergeht.

ein Friedlicher:
einer, der sich totschiessen laesst, um zu beweisen, dass der andere der
Aggressor gewesen ist.

Friseur:
ein Mann, der etwas gelernt haben muss, damit wir ihm unseren Kopf
anvertrauen.

Froemmigkeit:
die Verehrung eines hoechsten Wesens, beruhend auf der Vermutung, es
gleiche dem Menschen.

Froemmler:
jemand, der hartnaeckig und fanatisch eine Meinung vertritt, die man
selber nicht akzeptiert.

Frosch:
ein Lurch mit essbaren Schenkeln.

Fruehling:
die Jahreszeit, da die Phantasie junger Maenner sich mit Dingen zu
beschaeftigen beginnt, an die junge Maedchen den ganzen Winter ueber
schon dachten.

Jahreszeit, in der die Autofahrer das Gefrierschutzmittel zwei Wochen
zu frueh aus dem Kuehler lassen.

die schoene Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhoert und die
Fruehjahrsmuedigkeit anfaengt.

jene herrliche Zeit, in der wir alle ins Freie eilen, um endlich etwas
frischen Benzindunst zu atmen.

Frustration:
Lutschverluscht.

Fuehrer:
einer, der die anderen unendlich noetig hat.

der geborene Fuehrer:
jemand, der Angst davor hat, irgendwohin allein zu gehen.

Fuehrungstalent:
die Gabe, den Menschen zu zeigen, dass ihr Bestes etwas ganz anderes
ist, als sie geglaubt haben.

Funkhaus:
Dantes Inferno in der Inszenierung von Willy Millowitsch.

Funktionaere:
Leute, die immerhin dreimal ueberlegen, bevor sie nichts tun.

Furcht:
die Dunkekammer, in der Negatives entwickelt wird.

Furz:
Hosenjuchzer.

Fussball:
das erfolgreichste Theater der Neuzeit.

Fussballfan:
jemand, der von jedem deutschen Bundesligaspieler genau die
Nationalitaet kennt.

Fussballstadion:
der einzige Ort, an dem man bruellen kann, ohne dass man gleich fuer
einen Saenger gehalten wird.

Fussgaenger:
ein Mann, der Frau und Tochter, aber nur zwei Autos hat.

ein Ehemann, der nicht glauben will, dass seine Frau einen eigenen
Wagen braucht.

jemand, der nicht mehr weiss, wo er seinen Wagen geparkt hat.

ein verheirateter Mann, der ein Auto besitzt.

ein gluecklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat.

ein Verkehrsteilnehmer, bei dem sozusagen Fahrer und Fahrzeug eins
sind.

Staubsauger ohne Motor.

Fussnoten:
die Huehneraugen der Literatur.

Futurologe:
einer, der sich vorstellen kann, wie die Zukunft einmal sein wird,
sich aber nicht vorstellen kann, dass diese ohne ihn auskommen koennte.