Elf Tipps zum Umgang mit katholischen Computer-Geheimnissen PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 03. April 2005 um 00:00 Uhr
Quelle: http://www.kath.de/quodlibe/apo/

Die metaphysische Scham
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Elf Tips zum Umgang mit katholischen Computer-Geheimnissen


1. Geben Sie jedem Mitarbeiter ein eigenes Passwort. Falls es einem
Hacker gelingen sollte, ein Passwort zu stehlen, kann wenigstens
nicht das gesamte Ordinariat lahmgelegt werden. In katholischen
Institutionen sind die Namenstagsheiligen besonders beliebte
Passwortlieferanten.

2. Wechseln Sie ihr Passwort oefter, als ein Fuldaer Bischof seine
Meinung zu einem Hamburger Gesinnungs-Blatt. So hat der Kirchennager
nur an gewissen Montagen im Jahreskreis seine Freude.

3. Um ein maximal sicheres Passwort zu finden, bedienen Sie sich der
sogenannten Biblecode-Methode: Wuerfeln Sie eine moeglichst hohe
Anzahl von Buchstaben und Zahlen solange durcheinander, bis eine
absolut sinnlose und vieldeutige Kombination dabei herauskommt.

4. Passwoerter stehen unter dem Schutz des Hl. Antonius, denn sie
gehen oft verloren. Sollten Sie deshalb der Versuchung erliegen,
Ihre Passwoerter auf einem gelben Selbstklebezetten an Ihren
Monitor zu kleistern oder sie in der obersten Schublade des
Schreibtischs zu verstecken, ist ausserordentlicher Beistand
vom Heiligen Johannes Vianney noetig.

5. Durch ehemalige und frustrierte Mitarbeiter erleidet die
katholische Kirche in der Oeffentlichkeit mehr Schaden als
durch Kirchenfeinde. Das ist bei der Computerkriminalitaet
nicht anders. Loeschen Sie deshalb von Leuten, die kuendigen,
sofort alle Passwoerter.

6. Es klingt vielleicht ein wenig paranoid, aber wenn Sie z.B.
mit Spendenverwaltungssoftware oder kirchlichen Personaldaten
arbeiten, dann sollten Sie auch einen Bildschirmschoner mit
Passwortschutz einsetzen.

7. Ein Virus gehoert zwar nicht zu den vier apokalyptischen
Reitern, wie es manche Antivirensoftwarehersteller gerne
haetten. Nichtsdestotrotz sollten Sie bei Herrn McAffee oder
in der Praxis von Dr. Solomon vorbeischauen und dort die
neueste AntiViren-Shareware herunterladen.

8. Sie praktizieren schon Safer-Internet?
Schoen, aber wie ist es mit Ihren Kollegen?
Spielen diese nach Dienstschluss schnell noch ein paar
Raubkopien wie z.B. "Himmelfahrtskommando in Golgotha"?
Falls ja, rufen Sie schnell die spanische Festplatten-Inquisition
und schenken Ihren Amtsbruedern einen finanziell harmloseren Virus:
Das Tamagotchi-Ei.

9. Nicht jeden Bloedsinn, der ueber Johannes Paul verbreitet wird,
sollte man als wahr ansehen. Ebenso die E-Mail-Adresse
"
 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 "
Denn Absender von E-Mails zu faelschen, lernt man schon
in der dritten Folge des "Happy Hacker-Anfaengerkurses".
Dies geht leichter als angebliche Stasi-Tarnnamen von
Kirchenleuten zu erfinden. Im Gegensatz zur Gauckbehoerde
bietet das Internet aber einige Moeglichkeiten, sich von der
Glaubwuerdigkeit des Verfassers ein eigenes Bild zu machen.
Zum einen laesst sich aus dem Header einer E-Mail der
Versand-Weg herauslesen, zum andern gibt es Programme wie
whois, trace oder ping.

10. Tippen Sie niemals Ihre Kreditkartennummer in den
Ziffernblock Ihrer Tastatur. Damit machen Sie nur katholische
Hilfswerke reich. Wieso? Weil fast alle Eurocard-Nummern in
Deutschland mit 5232 XXXX XXXX XXXX anfangen. Jetzt muss nur
noch der TCP/IP-Verkehr nach einer 16-stelligen Nummer gescannt
werden, die mit 5232 beginnt, und schon kann der katholische
Hacker auf Ihren Namen bei Renovabis oder Misereor online
spenden.

11. Ihre Mutter hatte recht: Nehmen Sie niemals Schokolade
von fremden Leuten an. Angebote, die zu gut sind, um wahr
zu sein, wie z.B. in Kettenbriefen oder Werbe-Mails sind
nicht nur unmoralisch, sondern strafbar.