Elektrizität PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, den 01. April 2005 um 00:00 Uhr
Die  Frage,  die  die  heutige Wissenschaft beschaeftigt, ist: Was zum Kuckuck ist Elektrizitaet? Und wohin geht sie, nachdem sie den Toaster verlassen hat?

Hier  ist  ein einfaches Experiment, mit dem wir eine wichtige Lektion ueber  Elektrizitaet  lernen  koennen:
An einem kuehlen, trockenen Tag schlurfen  wir  mit  den Fuessen ueber einen Teppich, greifen dann mit der  Hand  in  den Mund eines Freundes und beruehren eine seiner Zahnplomben.
Unser  Freund  zuckt heftig zusammen und schreit vor Schmerz auf.
Wir  lernen daraus, dass Elektrizitaet eine sehr maechtige Kraft sein  kann,  die wir niemals dafuer verwenden duerfen, unseren Mitmenschen  Schmerzen  zuzufuegen,  ausser  wenn  wir eine wichtige Lektion ueber Elektrizitaet lernen muessen.

Wir erfahren dabei auch, wie ein elektrischer Stromkreis funktioniert.
Als  wir  ueber  den  Teppich geschlurft sind, haben wir dabei etliche "Elektronen" aufgesammelt, aeusserst kleine Teilchen, die von den Teppichherstellern in die Teppiche eingewoben werden, um Schmutz anzuziehen.  Die Elektronen fliessen durch den Blutkreislauf und sammeln sich im  Finger  an,  von  wo  ein  Funke zur Zahnfuellung unseres Freundes ueberspringt.  Von dort aus fliessen die Elektronen durch seine Fuesse hinunter  und  zurueck in den Teppich, womit der Stromkreis wieder geschlossen ist.

Heutzutage  sind  elektrisches Licht, Radios, Mixer etc. fuer uns bereits  selbstverstaendlich  geworden.  Vor hundert Jahren waren solche Dinge  noch  voellig  unbekannt, was aber nicht weiter schlimm war, da sie  nirgendwo eingesteckt werden konnten. Dann kam der erste Pionier auf  dem Gebiet der Elektrizitaet, Benjamin Franklin, der waehrend eines  Gewittersturms einen Drachen steigen liess und dabei einen schweren elektrischen Schlag bekam. Dies beweist, dass Blitze von derselben Kraft  angetrieben  werden wie Teppiche. Leider wurde Franklins Gehirn dabei  so  stark  in Mitleidenschaft gezogen, dass er nur noch voellig unverstaendliche  Sprueche von sich gab, wie zum Beispiel "Einen Pfennig  gespart heisst einen Pfennig verdient". Unter Umstaenden wurde er
dann als Leiter des Postamtes eingestellt.

Nach Franklin kam eine Reihe von Entdeckern und Erfindern, deren Namen in die heutige Terminologie der Elektrotechnik Eingang gefunden haben:
Myron Volt, Marie-Louise Ampere, James Watt, Robert Transformator usw.
Alle  von ihnen machten wichtige elektrische Experimente. So entdeckte zum  Beispiel  Luigi Galvani (kein Scherz) im Jahre 1780, dass, sobald er  das Bein eines Frosches mit zwei verschiedenen Metallen in Verbindung  brachte,  ein elektrischer Strom floss und das Bein des Frosches
zuckte, selbst wenn es bereits vom jeweiligen Frosch getrennt war, der ja  sowieso  schon  tot war. Galvanis Entdeckung fuehrte zu gewaltigen Fortschritten  auf dem Gebiet der Amphibienchirurgie. Heutzutage koennen  faehige  Veterinaerchirurgen  Metallteile  in  die  Muskeln eines
schwerverletzten  oder  gar getoeteten Frosches implantieren und zusehen,  wie  er  zurueck  in  den  Teich  huepft.  Ganz wie ein normaler Frosch,wenn man davon absieht, dass er wie ein Stein zu Boden sinkt.

Der  groesste  Pionier  im Bereich der Elektrizitaet jedoch war Thomas Alva  Edison,  ein brillianter Erfinder trotz der Tatsache, dass seine Schulbildung sehr gering war und er in New Jersey lebte. Edisons erste Erfindung  war  der  Phonograph,  der bald in tausenden amerikanischer Haushalte  zu  finden  war,  wo  er im Prinzip bis 1923 blieb, bis die Schallplatte  erfunden wurde. Edisons Meisterstueck jedoch war die Erfindung  des  Elektrizitaetswerkes  im Jahre 1879. Edisons grossartige Idee  war  die  Uebertragung  des  Prinzips des einfachen elektrischen Stromkreises:  Das Elektrizitaetswerk sendet Elektrizitaet ueber einen Draht zum Kunden und bekommt sie ohne Verzoegerung durch einen anderen Draht  wieder  zurueck,  um sie anschliessend (und das ist der geniale Teil daran) gleich wieder zum Kunden zu schicken.

Das heisst, dass ein Elektrizitaetswerk dem Kunden dieselbe Elektrizitaet einige tausend Mal pro Tag verkaufen kann, ohne dabei erwischt zu werden,  da  sich  die  wenigsten  seiner Kunden die Zeit nehmen, ihre Elektrizitaet  genau  anzusehen. Tatsaechlich wurde zum letzten Mal in den  USA  im  Jahre 1937 neue Elektrizitaet erzeugt. Seitdem haben die Elektrizitaetswerke dieselbe Elektrizitaet immer und immer wieder verkauft.  Dies  ist  auch der Grund dafuer, warum sie soviel Zeit haben, sich mit Tariferhoehungen zu beschaeftigen.

Dank  Pionieren  wie  Edison  oder Franklin und Froeschen, wie dem von Galvani bietet uns heutzutage die Elektrizitaet fast unbegrenzte Moeglichkeiten.  So  haben zum Beispiel in den letzten zehn Jahren Wissenschaftler  den  Laser  entwickelt,  ein elektrisches Geraet, das einen Lichtstrahl  aussendet,  der  solche  Energie besitzt, dass er noch in einer  Entfernung  von 2000 Metern eine Planierraupe atomisieren kann, und  andererseits  so exakt ist, dass Chirurgen damit hochpraezise Arbeiten am menschlichen Auge vornehmen koennen. Vorausgesetzt, sie vergessen nicht, den Regler von "PLANIERRAUPE ATOMISIEREN" auf "MIKROCHIRURGIE" umzustellen.
Aktualisiert ( Montag, den 07. September 2009 um 18:44 Uhr )